Wissenslücke weiblicher G-Punkt?

Dass es den G-Punkt der Frau tatsächlich gibt, wurde erst kürzlich durch italienische Forscher nachgewiesen. Ein weiterer Fakt: Nicht jede Frau hat ihn – den Lustpunkt, der für vaginale Orgasmen sorgt. Ich habe mich mal auf die Suche begeben – nein nicht nach dem G-Punkt :) – auch wenn der, immer eine Suche wert ist – sondern nach breitgefächerten Infos über den viel diskutierten Lustpunkt der Frau.

Wissenschaftliches:
Der G-Punkt der Frau, auch Gräfenberg-Zone oder G-Spot ist eine erogene Zone in der Vagina. Sie ist nach Ernst Gräfenberg benannt, einem deutschen Arzt, der 1950 in einem Artikel von einer „erogenen Zone in der vorderen Vaginalwand, entlang der Harnröhre, die bei sexueller Stimulation anschwillt” schrieb.

Wo liegt der G-Punkt?
Die Zone liegt circa 5 cm vom Scheideneingang entfernt an der Vorderwand der Scheide, zur Bauchdecke hin, unmittelbar hinter dem Schambein. Sie hat die Form einer abgeflachten Halbkugel von etwa 2 cm Durchmesser und eine Vertiefung in der Mitte. Ein Merkmal des G-Punkts ist, dass sich das Gewebe an dieser Stelle gerippt oder hart anfühlt, während die übrige Scheidenwand glatt ist. Form, Größe und Empfindlichkeit können stark variieren.

Was passiert in der G-Zone während der sexuellen Stimulation?
Ist die Scheide noch trocken, so ist die Stimulation dieser Region eher unangenehm. Sie wird mit dem Gefühl des Harndrangs in Verbindung gebracht. Erst mit steigender Lust wird die Reizung der Zone als erregend empfunden. Die Region um die Harnröhre, besonders am Winkel im Übergang zur Blase, schwillt an. Man kann einen ovalen Knoten von 1,5 bis 2 cm Durchmesser ertasten.
Bei fortgeführter Stimulation kann es beim Orgasmus zu einer Ausschüttung von Flüssigkeit kommen (Ejakulation). Auch Mehrfachorgasmen sind möglich. Einigen Forschern zufolge lässt sich die Empfindlichkeit steigern, der Körper soll gewissermaßen sensibilisiert werden. Eine Verbesserung der Lustempfindung soll erreicht werden, indem man selbst oder der Partner die Region gezielt stimuliert. Diese Meinung wird jedoch von anderen Sexualwissenschaftern nicht geteilt.

Was ist die “weibliche Ejakulation”?
Wenn die Scheidenvorderwand stimuliert wird, schwillt das Gewebe rund um die Harnröhre an. Es ist eine längliche Erhebung tastbar. Die Stimulation wird als besonders lustvoll empfunden. Dabei kann es passieren, dass Flüssigkeit abgesondert wird. Die Flüssigkeitsmenge ist unterschiedlich und variiert von einigen Tropfen bis zu einigen Millilitern. Das Sekret stammt aus den Drüsen rechts und links der Harnröhre, den so genannten Skene-Drüsen.

In der Analyse ähnelt das weibliche Ejakulat dem des Mannes – natürlich ohne Samenzellen zu enthalten. Einige Frauen “ejakulieren” auch bei anderen Formen der Stimulation, also z. B. durch Oralsex oder Klitorisstimulation. Die Ejakulation muss aber nicht zwangsläufig bei jedem Orgasmus auftreten. Auch sollte es nach der Erkenntnis, dass es die weibliche Ejakulation gibt, nicht das Ziel des Sexuallebens sein, diese immer erreichen zu wollen. Ob sie erlernbar ist, bleibt unklar, denn die genaue Physiologie ist noch nicht bekannt.

Wie kann man beim Geschlechtsverkehr die G-Zone stimulieren?
In der Missionarsstellung ist eine ausreichende Stimulation dieser Region durch den Penis – allein schon aus anatomischen Gründen – eher nicht möglich. Mehr “Erfolg” verspricht es, wenn die Frau “oben” sitzt oder der Geschlechtsverkehr a tergo, also “von hinten”, durchgeführt wird.

Der weibliche Orgasmus
Für den Orgasmus spielt bei manchen Frauen die Stimulation vor allem der Klitoris (auch „C-Punkt”) eine wesentliche Rolle. Stimulation weiterer erogener Zonen wie dem G-Punkt, dem A-Punkt oder dem Gewebe um die weibliche Harnröhrenmündung („U-Punkt”) dienen in erster Linie dem zusätzlichen Lustgewinn. (Vielleicht sollte ich da mal eine Landkarte zeichnen…) :)

Welche Funktion wird dem G-Punkt noch zugesprochen?
Die Gräfenberg-Zone scheint auch bei der Geburt eine wesentliche Rolle zu spielen. Sie soll einigen Wissenschaftern zufolge einen Schmerz lindernden Effekt während des Geburtsvorgangs haben. Diese Annahme wird auch durch Ergebnisse aus Tierversuchen unterstützt. Durch Druck auf den G-Punkt oder dessen Stimulation kommt es bei den Gebärenden zu einer Erhöhung der Schmerzschwelle. Das beruht darauf, dass die Reizung des G-Punktes zur Ausschüttung körpereigener Schmerzmittel – so genannter Endorphine – führt.

Weiters wird diese Beobachtung durch eine Studie unterstützt, in der Mexikanerinnen untersucht wurden, die während des Geburtsvorganges besonders schmerzempfindlich waren. Dabei wurde festgestellt, dass durch deren extrem hohen Chilikonsum – und die dadurch erhöhte Aufnahme des Wirkstoffs Capsaicin – die Region des G-Punktes an Sensibilität verloren hatte und somit der schmerzlindernde Effekt nicht eintrat.

Tipps und Tricks zum Finden des weiblichen G-Punktes lesen Sie bald hier auf „Lebe Liebe(r) Leidenschaftlich”.

Ihre Jill

Weitere relevante Artikel:
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Schönheits-OP für den G-Punkt”

Quellen:
http://www.hotstaff.ch/g-punkt.htm
www.wikipedia.org

http://www2.hu-berlin.de/sexology

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One Response to “Wissenslücke weiblicher G-Punkt?”

  1. erotische-blogs Says:

    Sehr informativ. Danke!

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